Creative Commons kurz erklärt

Wenn wir Bilder verkaufen und dafür eine Rechnung erstellen, so ist das für viele Kunden recht gut greifbar, da dann auf der Rechnung auch steht, was das Bild kostet und wie und wo es verwendet werden darf.

Viel öfter werden wir jedoch auf die wenigen Bilder angesprochen, die wir (zu Werbezwecken) auch unter Kreative Commons unter bestimmten Bedingungen veröffentlichen.

Statt hier einen langen Artikel zu verfassen, zeigen wir ein kurzes Video aus Wikipedia, dass den Inhalt auf den Punkt bringt:

Video: „Bilder unter freier Lizenz nutzen – weit verbreitete Fehler und wie man sie vermeidet“ (CC-BY 4.0) von Blanche Fabri, Melanie Kolkmann, Tessa Moje Jöran Muuß-Merholz für open-educational-resources.de, Quelle: Wikipedia

Dazu passend noch zwei Grafiken, die einzelne Abstufungen der freien Lizenz anschaulich darstellen:

Grafik: Wikipedia, JoeranDE, gemeinfrei

Übrigens: Dieser Artikel stellt natürlich keine Rechtsberatung dar. Für konkrete Fragen zu dem Thema empfiehlt es sich einen Fachanwalt zu konsultieren.

Ergänzend dazu haben wir vor einiger Zeit ein Buch vorgestellt, dass ich mit der rechtssicheren Verwendung von Fotos im Internet beschäftigt.

Abmahnung auch bei Pixabay möglich

Hin und wieder hört man bei kreativen die Empfehlung, man solle doch nur noch Fotos aus solchen Quellen nutzen, die z.B. eine CC0-Lizenz anbieten – so wie z.B. Pixabay. Das sind Bilder, die unter Creative Commons stehen, aber ansonsten keinerlei Einschränkungen unterliegen (sollten!).

Wo keine Schutzrechte vorliegen, kann es auch keine Abmahnung geben, oder doch? Es gibt unserer Meinung nach gleich mehrere Punkte, die wir für bedenklich halten. Rechtliche Beratung dazu gibt es von einem Anwalt, aber hier ist unsere Einschätzung zu dem Thema.

Zuerst stellt man sich die Frage, weshalb Bilder ohne jegliche Rechte abgegeben werden sollten. Sind die Bilder so schlecht, dass es sich lediglich um „Abfallprodukte“ bei einer Produktion handelte? Augenscheinlich nicht!

Tim Reckmann, Inhaber der agentur59 meint dazu: „Als Fotograf habe ich Interesse, meine Bilder zu verkaufen. Im Regelfall wird dafür ein Honorar verlangt und für den seltenen Fall, dass mal etwas unter der Creative Commons Lizenz angeboten wird, ist es doch nur fair, wenn hier gewisse Rechte beachtet werden. Über die Urhebernennung hat der Fotograf so eine entsprechende Eigenwerbund. Es gibt keinen Grund darauf zu verzichten …“

Ein Beispiel aus dem Alltag sähe wie folgt aus: Ein Limonaden-Hersteller, der für gewöhnlich Dosen mit Cola-Getränken für z.B. 50 ct verkauft hat in der warmen Jahreszeit einen Info-Stand in einer Innenstadt, wo er sein Produkt verschenkt. Selbstverständlich sieht man überall das Logo des Herstellers. Er würde sicherlich nicht  ohne jegliche Werbung sein Produkt in neutralen Getränkebechern verschenken, denn auch wenn es sich um eine bereits bekannte Marke handelt, wird hier viel Wert auf Branding gelegt.

Abmahnung bei Creative Commons – auch bei CC0 möglich?

Kommen wir zurück zum eigentlichen Thema. Es gibt wohl zwei größere Felder, in denen bei Nutzung von Bildern z.B. aus oben genannter Quelle eine Abmahnung drohen könnte.

Wurde das Bild tatsächlich vom Urheber hochgeladen und freigegeben?

Wer garantiert mir eigentlich, dass ein Bild, das ich herunterlade tatsächlich von Urheber veröffentlicht wurde? Als Nutzer sehe ich Bilder in einer Datenbank und denke „oh prima, das kann ich gebrauchen“. Eine Prüfung, wie Bilder dorthin kommen, kann im Regelfall nicht vom Anbieter erfolgen. Wenn es nun Betrüger gibt, die vielleicht über die freiwilligen Spenden, die se auf Portalen wie Pixabay.de erhalten können , Geld generieren möchten, laden diese vielleicht geklaute Fotos hoch. So könnten ungefiltert unzählige Bilder, die über Google gefunden werden vom vermeintlichen Fotografen (der mit den Bildern jedoch nichts zu tun hat) eingestellt werden, ohne dass er daran die Rechte hat oder der eigentlich Urheber etwas davon weiss. Problematisch wird es nun für den Bildverwender, denn dieser ist für Veröffentlichungen von Bildern verantwortlich und darf sich nicht einfach auf die Angaben in verschiedenen Portalen verlassen. Hier gelten strenge Regeln. Nachzulesen z.B. hier:

Strenge Sorgfaltsanforderungen bei der Nutzung fremder Bilder

Es soll jetzt jedoch auch keine Panik verbreitet werden. Im Regelfall kann man den Veröffentlichungen und den gemachten Angaben trauen. Dennoch empfiehlt es sich mit dem Autor in Kontakt zu treten.

Solvente Agenturen  (z.B. Fotolia/Adobe oder Gettyimages) würden sicherlich im Falle von Forderungen einspringen, wenn ein Fotograf in gutem Glauben ein Bild gekauft hat. Bei kostenlosen Anbietern ist die Motivation sicherlich geringer, zumal dazu unserer Meinung nach auch keine Verpflichtung besteht.

Die Webseite webworker.club fasst das sehr treffend zusammen:

Wer sich nun aber darauf berufen möchte, dass alle Bilder auf Pixabay unter der CC0 Public Domain-Lizenz veröffentlicht wurde und man darauf vertraut hat, dass dies auch bei den verwendeten Bildern der Fall war, der wird mit dem deutschen Urheberrecht konfrontiert werden. Dieses kennt nämlich keinen gutgläubigen Erwerb. Es ist also nicht möglich ein Nutzungsrecht von einem Nichtberechtigten zu erwerben und dementsprechend kann man sich auch nicht auf das „angenommene“ Nutzungsrecht berufen.

Liegen tatsächlich alle Verwendungsrechte vor?

Auch hier können Dienstanbieter nur eine rudimentäre Prüfung vornehmen. Besonders bei Bildern mit Personen wird hier nicht explizit ein Model-Vertrag verlangt, sondern es gibt für die Nutzer solcher Bilder noch den nachfolgenden expliziten Hinweis:

Da Pixabay nicht für jede identifizierbare Person auf hochgeladenen Bildern einen schriftlichen Modelvertrag einfordert, können wir nicht dafür Garantieren, dass die Bilder für jede beliebige Anwendung eingesetzt werden dürfen. Sofern ein Modelvertrag für ein Bild vorliegt, übernehmen wir keine Haftung für dessen Gesetzmäßigkeit und Gültigkeit.“

Ähnliches wird auch bei Abbildungen von Gebäuden gelten, die nicht unter die Panoramafreiheit fallen. Ein illuminierter Eifelturm oder z.B. verschiedenen Burgen, Schlösser, Denkmäler oder Kunstwerke dürfen auch nicht ohne weiteres verwendet werden …

Fazit: Auch (vermeintliche) CC0-Bilder schützen nicht vor Abmahnungen. Wenn man sich an die Spielregeln hält, ist die Gefahr jedoch recht gering …

Der Wert von Creative Commons und anderen Bildern

Heute wollen wir doch einmal ein paar Worte über den Wert von Bildern verlieren. Grundsätzlich ist die Preisgestaltung jedoch fast genauso individuell, wie die einzelnen Bilder selbst.

Dabei gibt es eine Vielzahl von unterschiedlichen Faktoren, die hier berücksichtigt werden können: Dazu gehören z.B. das Motiv, die Art der Erstellung, eventuell abgebildete Personen, gezahlte Gebühren für Model-Honorare, sonstige Kosten, evtl. gemietetes Studio, verwendetes Equipment usw. Hinzu kommt dann noch die Art und Weise der Verwendung, wie Nutzungsdauer (redaktionell/kommerziell), Nutzungsdauer, evtl. Pflicht zur Urheber/Quellennennung, Verbreitung, Möglichkeit zur Unterlizensierung usw.

Schon an der Vielzahl der Faktoren kann man erkennen, dass es nicht so einfach ist einen pauschalen Wert für ein Bild festzulegen.

Generell gilt auch hier das Prinzip von Angebot und Nachfrage: Ein Fotograf oder eine Bildagentur bietet Fotos an und ist dabei erst einmal frei in der Preisfindung. Sicherlich werden günstige Bilder häufiger gekauft und sind stärker verbreitet, als teurere Bilder, die dafür dann auch exklusiver sind.

Viele unserer Kunden wünschen sich gerade solche Bilder, die nicht allzu verbreitet sind, da man vermeiden will, dass ein identisches Motiv an verschiedenen Stellen und bei vielen Verwendern auftauchen. Darüber hinaus haben wir die Erfahrung gemacht, dass Kunden lieber ein höheres Honorar zahlen, als den Namen des Urhebers zu nennen. Sei es, weil man nicht preisgeben möchte, das das Bild aus einer externen Quelle oder von einer Agentur stammt oder weil diese Angabe das Design ggf. (zer)stören würde.

Lizenzfrei / Lizenzpflichtig 

Im Regelfall erwirbt man nicht das Foto, sondern lediglich eine Lizenz. Hier sind oft die Begriffe „lizenzpflichtig“ (rights managed) und „lizenzfrei“ (royalty free) im Spiel. Wichtig: Lizenzfrei bedeutet nicht kostenlos!

Oft glauben unerfahrene Bildverwender, dass die Unterscheidung zwischen kostenpflichtig und kostenfrei vorliegt. Das ist jedoch falsch! Für beide Varianten muss eine Lizenzgebühr gezahlt werden, wenn dies nicht generell oder unter bestimmten Bedingungen ausgeschlossen wurde.

Bei lizenzpflichtigen Bildern richtet sich der Preis nach der Art und dem Umfang der Verwendung (z.B. Druckauflage, Größe, Verwendungsdauer). Bei lizenzfreien Bildern hat das Bild einen Pauschalpreis, im Wesentlichen unabhängig von den oben genannten Faktoren. Dennoch kann es Einschränkungen geben. Nochmals sei betont, dass auf für Lizenzfreie Bilder normalerweise eine Lizenzgebühr entrichtet werden muss.

Sind Creative Commons Bilder wertlos?

Nein. Nur weil Bilder (ggf. unter bestimmten Voraussetzungen) ohne die unmittelbare Zahlung von Lizenzgebühren angeboten werden sind sie nicht automatisch wertlos. schon gar nicht, wenn man die zu Beginn genannten Faktoren berücksichtigt. Auch derartige Bilder werden mit oft teurem Equipment und nicht minderem Aufwand erstellt.

Bei der Art der Verwendung entscheidet der Rechteinhaber, unter welchen Bedingungen er seine Werke freigibt. Bilder, die unter „public Domain“ oder „CC0“ lizensiert werden, können im Regelfall ohne weitere Einschränkungen genutzt werden. Egal ob redaktionell oder kommerziell und auch ohne Benennung des Urhebers möglich.

Gängigere Creative Commons Lizenzen sind z.B. CC-BY (Urheber muss genannt werden) oder CC-BY-NC (Urheber muss genannt werden, nicht kommerzielle Verwendung gestattet). Entsprechende Abstufungen sind dabei sehr wichtig, da viele Fotografen ihr Bild z.B. nicht ohne Ihren Namen veröffentlicht sehen möchten oder die kommerzielle Verwendung ausschließen. Oft deshalb, weil das identische Bild vom Fotografen ohne diese Einschränkungen gegen die Zahlung eines Honorars angeboten wird. (s.o.)

Hierzu zwei Praktische Alltagsbeispiele, die verdeutlichen, dass auch kostenlose Gegenstände und Leistungen einen messbaren Wert haben:

  1. In vielen Orten ist das Parken auf entsprechend ausgewiesenen Fläche mit einer ordnungsgemäß eingestellten Parkscheibe kostenlos. Ohne Parkscheibe hingegen wird ggf. ein Bußgeld fällig, wenn das Ordnungsamt den Verstoß bemerkt. Diese Gebühr fällt an, obwohl das Parken mit Parkscheibe kostenlos gewesen wäre. In diesem Fall sind die Regeln sogar so streng, dass nur eine Amtliche Parkscheibe gültig ist und Parkscheiben in pink oder selbst gemalte nicht anerkannt werden.
  2. Wenn man in einem Geschäft beim Kauf von 2 Pullovern im Wert von je 20 EUR einen dritten (wertgleichen) Pullover gratis dazu bekommt, dann hat man zwar für diesen Pullover kein Geld gezahlt, aber er wird dadurch nicht wertlos, sondern hat natürlich ebenfalls einen Wert von 20 EUR.

Creative Commons Bilder haben somit ebenfalls einen Wert und sind ein wichtiges Marketing-Instrument für viele Fotografen, die so die Verbreitung ihres Namens vorantreiben können als Gegenleistung für honorarfreie Bilder. Der Fotograf verzichtet also für die Nennung seines Namens auf das Honorar, das er üblicherweise verlangen würde.

Beitragsbild: Geld, Tim Reckmann

Abmahnung von Tim Reckmann / agentur59

Kürzlich rief jemand in unserer Agentur an und sagte, er habe eine Abmahnung von Tim Reckmann bekommen für ein Bild, das er von Pixelio, Flickr oder Wikipedia heruntergeladen habe. Die Person sagte, das Bild wäre doch Lizenzfrei gewesen und wieso denn Herr Reckmann nun eine Abmahnung verschicken würde.

Grund genug, diesen Sachverhalt hier einmal ausführlicher zu beleuchten. Schließlich sind wir eine professionelle Bildagentur mit einem Portfolio aus über 100.000 Bildern, die wir größtenteils kommerziell anbieten. Wir bieten die Bilder über unsere Webseite agentur59.de unseren registrierten Kunden ausschließlich ohne Referenzierung (Nennung von Urheber und Quelle) an. Viele unserer Kunden fanden derartige Hinweise störend und wollten lieber etwas mehr bezahlen, als irgendwo einen Hinweis unterzubringen. Oft ist es auch nicht möglich, den Hinweis unter dem Bild oder am Seitenende so zu platzieren, dass man ihn zum Bild zuordnen kann. Solche Hinweise sind auch bei kostenpflichtigen Portalen wie Fotolia oder Shutterstock erforderlich. Das wissen nur viele nicht.

Viele verwechseln noch immer „lizenzfrei“ mit „kostenlos“ und denken, wenn etwas „kostenlos“ ist, dann habe es „keinen Wert“. Mit diesem Thema beschäftigen wir uns in Kürze auch einmal, denn auch Bilder, die z.B. unter Creative Commons stehen haben selbstverständlich einen Wert. Es wäre ja auch komisch, etwas als „wertlos“ zu bezeichnen, nur weil man es unter bestimmten Voraussetzungen kostenlos Verwenden darf. Wenn man beim Kauf von zwei Produkten ein drittes – gleichwertiges – dazu bekommt, so ist es ja deshalb nicht wertlos, weil man nichts dafür gezahlt hat. Wie gesagt: mehr dazu in Kürze.

Neben den kostenpflichtigen Bildern veröffentlicht Tim Reckmann – ebenso wie andere Fotografen unserer Agentur – ca. 1-2 Prozent seiner Bilder auch in freien Datenbanken, wie die oben erwähnten Flickr, Wikipedia oder Pixelio. Warum? Zu Werbezwecken. Diese ausgewählten Bilder werden ausdrücklich in solchen Datenbanken veröffentlicht, wo der Fotograf als Gegenleistung für die Verwendung die Nennung seines Namens erhält. Das ist quasi das Honorar für das Bild. Umso wichtiger ist es, dass die Nennung auch vorhanden ist – und zwar so, dass sie unter dem bild oder am Seitenende steht und dem Bild zuzuordnen ist. Immer. Anderenfalls könnte man die Bilder ja auch gleich auf Portalen hochladen, wo diese Pflicht nicht besteht.

Bei über 100.000 Bildern wird auch immer wieder stichprobenartig nach Bildern im Netz geschaut. Das dient der Marktanalyse. Schließlich wollen wir ja sehen, welche Bilder wie von unseren Kunden verwendet werden.

Leider stellen wir dabei immer wieder fest, dass ein Großteil der Bilder, die wir verkaufen (und auch wie oben erwähnt gegen Kennzeichnung anbieten) immer wieder irregulär verwendet oder „geklaut“ werden.

So verschicken wir täglich dutzende E-Mails, die Webseitenbetreiber, Zeitungen, Blogger und Firmen darauf hinweisen, dass sie etwas falsch gemacht haben. Dabei verzichten wir in dieser üblicherweise verschickten E-Mail ausdrücklich auf ein Honorar, sondern fordern lediglich eine kurzfristige Nachbesserung. Glücklicherweise kommen fast alle angeschriebenen Personen und Firmen dieser Forderung nach. Das ist schnell unbürokratisch und für die Gegenseite deutlich angenehmer, als würden wir direkt eine anwaltliche Abmahnung verschicken mit einer Unterlassungsaufforderung usw. – es gibt Fotografen, die gehen bei Bilderklau deutlich rigoroser vor (siehe hier), doch davon distanzieren wir uns ausdrücklich. Uns geht es um eine faire Nutzung unserer Bilder – schon deshalb, um fair gegenüber unseren Zahlenden Kunden zu sein.

Es kommt jedoch vor, dass auf unsere nett gemeinten E-Mails nicht reagiert wird. Auch dann lassen wir den Anwalt erst einmal außen vor und schreiben die Bildverwender postalisch an. Oft stellt sich dann heraus, dass man lieber eine Gebühr für die Verwendung von Bildern zahlt, als den Namen des Urhebers zu benennen. Gelegentlich ist dann die Rede davon, dass man eine Abmahnung von Tim Reckmann / agentur59 erhalten habe. Tim Reckmann ist nicht der Fotograf aller Bilder der agentur59, sondern lediglich der Inhaber der Agentur und der Verwendungsrechte sämtlicher Fotos aus dem Portfolio.

Die Mitarbeiter unserer Agentur versuchen auch für den seltenen Fall einer anhaltenden unsachgemäßen Verwendung immer mit den betreffenden Personen und Firmen in Kontakt zu treten – per E-Mail, per Brief und auch per Telefon. Wir empfehlen den betroffenen Personen und Firmen auch immer, sich juristischen Rat bei Anwälten einzuholen. Mit entsprechendem Wissen ist man dann schnell auf einer gemeinsamen Basis und im Regelfall weiss danach jeder, wie man ein Bild verwenden sollte. Eine Rechtspflicht zur „Warnung“ per E-Mail gibt es übrigens nicht, weshalb das Bestreiten des Empfangs nicht zielführend ist. Mit Ehrlichkeit kommt man im Regelfall weiter.

Wir dürfen zwar keine Rechtsberatung machen, versuchen aber hier immer wieder aus Sicht unserer Agentur ein paar Informationen aus dem Alltag zu veröffentlichen.

Bei Fragen stehen wir gerne unter mail@agentur59.de zur Verfügung und vermitteln auch gerne Kontakt zu kompetenten Anwälten.

Beitragsbild: Tim Reckmann / FotoDB.de

Lizenzhinweisgenerator

Ein nützliches Tool, wenn man Fotos aus Wikipedia bzw. Wikimedia Commons verwenden möchte ist der Lizenzhinweisgenerator. Dazu muss einfach der Link zu einer Abbildung in das Suchfeld eingegeben werden und anhand einiger Fragen wird automatisch der korrekte Lizenzhinweis generiert.

Screenshot: lizenzhinweisgenerator.de
Screenshot: https.//lizenzhinweisgenerator.de, Foto: Tim Reckmann

Das Tool beschränkt sich auf Bilder die unter der Creative Commons Lizenz freigegeben wurden. Unterstützt wurde das Tool vom Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht Dr. Till Jaeger, JBB Rechtsanwälte in Berlin.

Der Lizenzhinweisgenerator soll die legale Nachnutzung von bestimmten urheberrechtlich geschützten Bildern vereinfachen. Sie kann niemals alle möglichen Anwendungsfälle und Besonderheiten abdecken und ersetzt in keinem Fall die qualifizierte juristische Beratung durch einen Anwalt.

Beitragsfoto: Jules Henze,„Å i Lofoten III (corrected)“, CC BY 2.0
Screenshot: https://lizenzhinweisgenerator.de/

Leitfaden zur Nutzung von Creative-Commons-Lizenzen

Etwa ein bis zwei Prozent der Bilder aus unserer Agentur stellen wir neben der Kauf-Version unter bestimmten Bedingungen auch unter der Creative-Commons-Lizenz zur Verfügung. Wir werden gelegentlich gefragt, wie man entsprechende Bilder korrekt verwendet. Das ist gar nicht so schwer und wurde von der UNESCO, dem Hochschulbibliothekszentrum des Landes NRW und Wikimedia Deutschland herausgegeben. Hier sind von Autor Dr. Till Kreutzer auf 88 Seiten die unterschiedlichsten Lizenz-Arten und die dazugehörigen Verwendungsmöglichkeiten kurz und knapp umrissen. Über anschauliche Grafiken und Tabellen bekommt man guten Überblick. Dabei soll der Leitfaden zur rechtssicheren Verwendung von Open Content beitragen und richtet sich ebenso an Privatpersonen, wie an Unternehmen.

Das Werk selbst wird unter der Lizenz CC-BY (s.u.) angeboten und steht auch auf hier als kostenloser Download zur Verfügung. Wer lieber eine gedruckte Version dieser tollen Broschüre haben möchte, der kann diese kostenlos unter der E-Mail Adresse presse-de@wikimedia.de anfordern.

Download: Open Content – Ein Leitfaden zur Nutzung von Creative-Commons-Lizenzen (2,29 MB)

Lizenz: Der Text der Publikation wird unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) veröffentlicht. Den vollständigen Lizenztext findet man unter: https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ legalcode.

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Beitragsbild: Benh Lieu Song , CC BY-SA